friederike

ich schreibe, also bin ich? nein. aber ich bin, also schreibe ich.
 
 

Warum anders essen automatisch weniger essen bedeutet

Die Prämisse (oder Aufgabe) "Vollkorn und Obst statt Weizenmehl und Zucker" klingt recht harmlos. Schließlich beginnt das dritte Jahrtausend total öko: Klimaschutzgipfel, Energiespartipps, Bioläden in fast jedem Stadtteil und Bio-Food in jedem Discounter.

Und nun kommt der Alltag. Nicht immer liegt ein Bioladen oder Discounter auf dem Weg, alle Garküchen in der fußläufig erreichbaren Umgebung unseres Büros nutzen fröhlich Hartweizennudeln (italienisch), Klebreis (chinesisch), Weizenteig-Backwaren (türkisch) oder alles zusammen (türkische Pizza süß-sauer).

Und auch die Bäckereien haben außer Vollkornbrot und -brötchen (und die sind meist auch gegen 14 Uhr ausverkauft) kein biologisches und fruchtgesüßtes Backwerk für die Kaffeepause.

Was auch gleich das nächste Problem anschneidet: mein Lieblings-Coffeeshop am Kohlmarkt, bei dem ich außerdem lebenslanges Konsumrecht gegen haarscharf kalkulierte Arbeit habe, bietet leckerste Latte Nougato (mjamjam, mit einer Nutella-Creme nach Art des Hauses), sirupgeschmacksverstärkte Chai Latte und außerdem schnuckelige kleine Teilchen an. Es gilt aber (siehe Prämisse) "es muss dunkel aussehen und darf nicht (Achtung, Falle!) malzgefärbt sein (fiese Bäckereiketten!!)".

Und dann heißt es entweder weniger konsumieren und "den Rest" bewusst genießen oder kurzerhand den Brownie ob seines Kakaogehalts zu einer Vollkorn-Backware zu erklären.

Aber das würde ich natürlich niiiiiiieeee machen!

22.2.09 18:09

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